09.02.2015

                                         PRESSEERKLÄRUNG ZU LÄRMMESSUNGEN

                                        Bürgerinitiative Aktiver Lärmschutz Bassen
                                                     vertreten durch die Sprecher:

Prof. Dr. -Ing. Uwe Bracht           Manfred Schimpff        Dipl. Ing. Dipl. Ing. Udo Tennigkeit

                                                     Presseerklärung                 Oyten – Bassen, 09.02.2015

 

Die theoretisch ermittelten Emissionswerte mit Hilfe von Computer-Berechnungen
nach der Richtlinie für den Lärmschutz an Straßen von 1990 (RLS-90),
Bestandteil des Planfeststellungbeschlusses, sollten in der Zeit vom 19.05. bis 19.07.2014
an der A1 in Bassen durch Messungen vor Ort überprüft werden.

Entscheidend für Lärmberechnung im Vergleich zur Lärrmmessung für die A 1,
Abschnitt Bassen,  sind die Mitwindtage. Jeder Bewohner an einer Hauptverkehrsstraße
wird bestätigen, dass die Windrichtung für die Lärmentwicklung bzw. Lärmstärke der
entscheidende Faktor ist. Für die Ermittlung von Mitwindsituationen
(verwertbare Erhebungszeit) sind deshalb folgende Bedingungen zu beachten:

·        genaue Beachtung des Mitwindsektors, vektoriell gemittelte Windrichtung 170°, +/- 60°  
         Mitwindsituation (also bei uns zwischen 110 -230°)

·        vektoriell gemittelte Windgeschwindigkeit > o,5 m/s und > 5 m/s

·        kein Niederschlag

·        kein maßgeblicher, langandauernder Fremdgeräuscheinfluss

·        keine ungewöhnliche Verkehrssituation auf der BAB A1 (z.B. Stau)

·        Teilzeiten, die diese Bedingungen erfüllen, stellen die Kennzeichnungszeit dar,
          können also nur dann gewertet werden.

·        Beurteilungszeitenl für den Tag und die Nacht sind die Zeiten von
         06:00 bis 22:00 Uhr und 22:00 bis 6:00 Uhr. Sie werden nur dann in die 
         Wertung einbezogen, wenn mindestens 50% der Beurteilungszeit auswertbare
         Messwerte vorliegen, für die die obigen Bedingungen erfüllt sind.

Am 18.07.2014, nach 9 Wochen Beobachtungszeit, erklärte die Niedersächsische
Straßenbaubehörde, Außenstelle Verden, schriftlich die Messungen vor Ort für beendet,
da die notwendige Messdauer von 3 Wochen (verwertbare Erhebungszeit) erreicht wurde.
Im Bericht wurden von der Auftragsfirma die erforderlichen Mitwindtage
(20 Mitwindtage und 10 Mitwindnächte) benannt. Der Bürgerinitiative kostete es dann große
Mühe, alle die für unsere Vergleiche erforderlichen meteorologischen Messdaten
von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und von der beauftragten
Firma zu erhalten. Wir von der BI haben nun die im Bericht angegebenen Mitwindzeiten
genau studiert und mit den uns zur Verfügung stehenden Wetterdaten verglichen.

Unsere Recherchen ergaben dann, dass es im Zeitraum der Messungen
nachweisbar
keinen einzigen Mitwindtag nach den Kriterien der RLS-90 gegeben hat.

Der Sachverhalt ist für die BI “Aktiver Lärmschutz“ Bassen bildlich gesprochen
“der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt“.  
Seit 2004 kämpft die BI “Aktiver Lärmschutz“ Bassen für Lärmschutz. Von Beginn
an haben wir uns in vielen Bereichen “über den Tisch gezogen“ gefühlt.
Wir sind nun aufs Neue bitter enttäuscht worden und haben jegliches Vertrauen
zu den verantwortlichen Behörden verloren. Es ist nur logisch, dass wir jetzt auch
berechtigte Zweifel an der Seriosität  sämtlicher  anderer Messungen und
Berechnungen haben.
Unsere Zusammenarbeit mit der Landesbehörde für Straßenbau in
Niedersachsen und den Ministerien ist empfindlich gestört.


Wir können infolgedessen das gesamte Gutachten nicht anerkennen.

 

Sprecher der BI Aktiver Lärmschutz“ Bassen“

Im Auftrage:

Manfred Schimpff 

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Hinweis zur Lärmsituation in Oyten

Hier finden Sie noch einmal einen Vortrag von Herrn M. Jäcker-Cüppers, Vorsitzender des
Arbeitsrings Lärm der DEGA (ALD),TU Berlin über die Lärmsituation in Oyten

04.10.2014

ÖPP in der Kritik

Unsere BI hat von Beginn an auf die Problematik der Finanzierung der A 1 durch ein
privates Konsortium hingewiesen.

Besonders kritisierten wir in dem Zusammenhang, dass selbst unsere gewählten Volks-
vertreter keinen  Einblick in die Verträge bekamen und bis heute nicht erhalten.
"Wer so  handelt, hat etwas zu verbergen" sagten wir damals und formulierten auch ähnlich
die Klageschrift für das OVG Lüneburg. Öffentliche Gelder würden zur Belastung nachfolgender
Generationen verschwendet; der Steuerzahler müsse Nachbesserungen teuer bezahlen.
Sicherheitsmaßnahmen würden sträflich vernachlässigt. Nun stellt sich heraus, dass wir auch
damit Recht hatten.

Am letzten Montag sendete das Fernsehen (NDR "45 Minuten") um 22 Uhr einen sehr
aufschlussreichen Beitrag zu dem Thema. Durch besondere Umstände wurde ein ÖPP-Vertrag
zur Finanzierung einer JVA in Mecklenburg-Pommern öffentlich. Dadurch wird nun uns Bürgern
deutlich, warum Verträge dieser Art geheim gehalten werden. Es wird  bestochen, geschmiert
und vor allem von den Investoren eine Verzinsung eingestrichen, die es sonst nirgends mehr
gibt. Auch Herr Minister Lies (erklärter Gegner von ÖPP) kommt zu Wort. Er wurde im Fall der
Ausbaustrecke der A 7 gegen seine Überzeugung vom damaligen Bundesverkehrsminister
Ramsauer gezwungen, den Ausbau über Privatfinanzierung durchzuführen.
Für Verschwendung von Steuermitteln nennt Herr Lies als Beispiel u. a. unsere Ausbaustrecke
Oyten/Bassen. Hier wurde das Verkehrs-Leitsystem im Finanzierungsvertrag mit den privaten
Investoren Bilfinger und Co. heraus genommen. Nun muss es aus Sicherheitsgründen durch
Nachrüstung wieder eingebaut werden. Die Kosten trägt der Steuerzahler!

Hier können Sie sich den Bericht noch einmal ansehen.

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19.05.2014

zum gestrigen Aktionstag gegen den Lärm wurde im NDR -Fernsehen eine
Reportage in "Hallo Niedersachsen" ausgestrahlt. Hier der Link zur Mediathek

E I N L A D U N G

Am Sonntag, den 18.05.14, ist ein Aktionstag gegeben den Lärm geplant. Weitere Informationen
erhalten Sie hier .

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April 2014

Die 2. Kammer des Verwaltungsgerichts Stade hat am 21.01.2014 ein sehr interessantes Urteil zu den Agglomeratstreifen gefällt.

Hier können Sie sie den gesamten Text des Urteils nachlesen..

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12.08.2013

Am 12.08.2013 strahlte der NDR im Rahmen seiner Serie "45 Minuten" eine Dokumentation zum
Thema "Patient Autobahn" aus.

Hier können Sie sich die Sendung noch einmal anschauen.

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02.07.2013

Um über das Thema Lärmschutz zu diskutieren, hatte die SPD-Bundestagsfraktion jüngst
in das Gasthaus Zum Alten Krug nach Oyten eingeladen.

Torben Mammen, Mitglied der Bürgerinitiative "Lärmschutz A1 Ottersberg Bahnhof", beschrieb
das Leid der Lärmgeplagten seit der Wiederfreigabe der Schnellstraße im vergangenen Jahr.
Hier können Sie den Vortrag von Herrn Tammen nachlesen.

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26.06.2013

Bei einer Info-Veranstaltung des Bündnis90/Die Grünen Oyten hielt Herr M. Jäcker-Cüppers,
Vorsitzender des Arbeitsrings Lärm der DEGA (ALD),TU Berlin einen Vortrag über die
Lärmsituation in Oyten. Den Vortrag in gesamter Länge erhalten Sie hier.

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30.05.2013

Oytener Politiker und Bürger kritisieren veraltete Kartierung

Gewerbeaufsichtsamt spielt beim Lärmschutz-Plan nicht mit

s. hierzu den Artikel vom 30.05.2012 im Weser-Kurier/Achimer Kurier

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Zur Sendung Frontal 21 vom 19.02.2013

Privatisierung von Autobahnen
Schlechtes Geschäft für den Steuerzahler

Am 19.02.2013 strahlte das ZDF in seiner Sendung Frontal 21 Informationen
und Videos zum Thema ÖPP aus.

Hier ist der Link zur ZDF-Mediathek hinterlegt.

Den Text der Sendung können Sie hier lesen.

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ÖPP in der Kritik

Wir haben von Beginn an immer wieder auf die umstrittene Finanzierung der Autobahnen durch
private Partnerschaften hingewiesen.
Zuletzt in unserer Stellungnahme vom 29.10.2012, Punkt 1, nach Fertigstellung des
A 1 - Ausbauabschnitts und der Aufhebung des Tempolimits (siehe hier a.a.O.)
Nun erschien im Weser-Kurier vom 26.01.2013 der hier aufgenommene Artikel
"Wenn der Staat die Kosten abwälzt".
Er bestätigt unsere Aussagen voll! -
Es dürfte interessant sein, z. B. den im genannten Artikel zitierten Publizisten Werner Rügemer
zu der demnächst geplanten Veranstaltung mit allen Bürgerinitiativen an der A 1 (Ausbaustrecke)
einzuladen.

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 16.01.2013 - Lauter Lärm

Am 16.01.2013 fand in Achim eine Veranstaltung der "Grünen" mit dem Titel  "Lauter Lärm" statt.
Hier hielt Herr Michael Jäcker-Cüppers von der Deutschen Gesellschaft für Akkustik einen Vortrag,
den Sie hier nachlesen können.

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Presseberichte zur Veranstaltung vom 14.01.2013 finden Sie hier.

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07.01.2013

Bürgerinitiative “Aktiver Lärmschutz Bassen“

vertreten durch die Sprecher:

Prof.  Dr. - Ing. Uwe Bracht          Manfred Schimpff            Dipl. Ing. Dipl. Ing. Udo Tennigkeit     

Einladung zur Diskussion mit den Politikern vor der Landtagswahl 2013

Hallo, liebe Mitstreiter/innen in der BI

Die Landtagswahlen stehen bevor. Wann sonst, als zu dieser Stunde, sollten wir Bürger unsere
aktuellen Sorgen und Probleme vortragen. Dabei erwarten wir keine leeren Versprechen.
Es genügt, wenn es zu einem sachlichen Gespräch mit den Verantwortlichen kommt.

Wissenschaftler bemängeln die rückläufige Bürgernähe bei Politikern, die nicht mehr die
berechtigten Sorgen der Bürger wahrnehmen. Gilt das etwa sogar vor einer anstehenden Wahl? –

Wir von der BI Aktiver Lärmschutz Bassen wollen ein Zeichen setzen und unsere
Bürgerrechte wahrnehmen. Gemeinsam mit dem Bürgerstammtisch Ottersberg
(Herr Dr. Spuziak-Salzenberg) laden wir zu einer Diskussion mit den Politikern.
Eingeladen sind die Landtagskandidaten, die Bundestagsabgeordneten und die
Vertreter der örtlichen Parteien.

Es geht um mehr Lebensqualität durch einen verbesserten Lärmschutz nach
Fertigstellung des dreispurigen Ausbaus der A1, auch inhaltlich im Sinne der Stellung-
nahme unserer BI vom 29.10.2012.Wir alle stellen fest, dass der Autobahnlärm bei
südlichen Winden eher schlimmer geworden ist. Dazu trägt nach unserer Beobachtung
wesentlich die Aufhebung des Tempolimits bei.

Nähere Informationen erhalten Sie auch durch unser Homepage: www.laermschutz-bassen.net

Wir treffen uns

am Montag, den 14.01. 2013 um 19 Uhr 15 im Gasthaus Segelken, in Bassen.

Bitte kommen Sie zahlreich. Es ist auch für nicht unmittelbar vom Lärm Betroffene
eine Gelegenheit, Ihre Kandidaten, die für die Wahl am 20.01.2013 um Ihre
Stimme werben, kennen zu lernen.


Mit freundlichen Grüße

i.V.

Manfred Schimpff
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Hinweis:
Am 13.11.2012 wurde von fan-television eine Sendung zum Thema Lärmschutz an der A1 ausgestahlt.
Das Video zu dieser Sendung  finden Sie hier.

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Stellungnahme der Bürgerinitiative "Aktiver Lärmschutz Bassen" zum Ausbau der A1 vom 29.10.2012

I.   ÖPP ist für Politiker der schnelle Erfolg auf Kosten nachfolgender Generationen

Zur Einweihung der A 1 wurden, wie es vorauszusehen war, von allen Seiten Lobeshymnen in den
Pressemeldungen angestimmt. Autobahnbauer wollen partout die Versuche mit ÖPP und offenporigem
Asphalt als Erfolgsmodelle der Öffentlichkeit und vor allem der Wirtschaft verkaufen. Dabei bedienen sie
sich vieler, oft nicht einfach zu durchschauender Mittel.
ÖPP ist für Politiker schneller Erfolg auf Pump zur Sicherung ihrer Wiederwahl auf Kosten zukünftiger
Generationen.Keiner kennt die realen Zahlen der Mauteinnahmen, keiner kennt die Vertragsinhalte,
nicht einmal die gewählten Vertreter des Volkes, obwohl es um die langfristige Vergabe (30 Jahre)
von Steuergeldern geht. Selbst der damalige rechtspolitische Sprecher der SPD, MdB Stünker,
hatte keinen Einblick in Zahlen und Verträge. – So gesehen ist es verständlich, dass die
Bundesländer Bremen und NRW (bis dato!) das Verfahren mit ÖPP ablehnen. –OPA als
Versuchsstrecke wurde auf 14 km eingeplant, um

1.     die Lärmschutzwände, anders als nach dem BImSchG errechnet und vorgeschrieben, 
        auf etwa 14 km um 2 – 4 m  in der Höhe abzusenken und damit Kosten zu sparen,

2.      2 Lücken vor den Siedlungen (also ohne Wände und Wälle) zu rechtfertigen,

3.      an über 200 Häusern passiven Lärmschutz zu unterlassen bzw. einzusparen.

Offensichtlich soll die Versuchsstrecke diese Möglichkeiten der Kosteneinsparungen der
Wirtschaft und Öffentlichkeit Deutschland- und vielleicht europaweit beweisen.

II.   Jetziger Zustand der Fahrbahndecke mit offenporigem Asphalt

OPA zeigt bei uns nach wenigen Jahren schon auffällige Schäden, die denen auf der A2
zwischen Hannover und Helmstedt gleichen. Gut zu erkennen sind die Verdichtungen auf
der Lkw-Spur. Damit ist die errechnete lärmakustische Wirkung durch die stärksten
Lärmverursacher jetzt schon weitgehend (nach nur zwei Jahren) aufgehoben. Bloß,
wer weist das im Sinne der Betroffenen nach! –
Das OVG Lüneburg hat darauf keine für den Bürger befriedigende Antwort gegeben.

Die Straßenbauer wissen nicht erst nach der Katastrophe vom Januar 2010, als der erst
wenige Wochen zuvor aufgebrachte offenporige Belag total auskörnte, dass dieser Baustoff
äußerst kritisch zu bewerten ist. Auch auf der jetzt fertig gestellten Strecke befanden sich in
Höhe der alten Raststätte Oyten auf der Richtungsstrecke Bremen-Hamburg Kornausbrüche,
die schnell vor der Einweihungsfeier noch repariert wurden.
Nur wie wurden diese Reparaturen vorgenommen? Letzter technischer Stand ist nach unserer
Kenntnis,dass Reparaturen wegen der Drainagefähigkeit und der lärmmindernden Wirkung
ganzflächig geschehen müssen. Hier wurde aber offensichtlich einfach mit Bitumen ausgegossen.
Wer entscheidet über eine solche “Flickschusterei“? Auf der Gegenseite in Höhe des Parkplatzes
Oyten gab es vor wenigen Wochen einen Unfall,bei dem auf dem offenporigen Asphalt ein
strohbeladener Lkw in Brand geriet. Man darf gespannt sein, wie hier die Reparatur durchgeführt wird.
– Durch Lkw-Reifendefekte gibt es schon jetzt zahlreiche Risse und Rillen in der Fahrbahndecke,
die stark an den Zustand der A2 (mit offenporigem Asphalt) zwischen Peine und Helmstedt
erinnern lassen. Die BI wird auch weiterhin diese Entwicklung beobachten und öffentlich benennen.
Gespannt darf man sein, wie sich die zu beobachtende Strecke im kommenden Winter bewähren wird.
Denn bekanntlich ist offenporiger Asphalt für den Streu- und Winterdienst höchst problematisch:
doppelter Salzmengenverbrauch, vorbeugende Maßnahmen Stunden vor Eintritt der Glatteisgefahr,
kein herkömmliches Streuen von Splitt- Salzmischungen.

III.   Aufhebung des Tempolimits durch Verkehrsminister Bode

Ohne Rücksicht auf den Lärmschutz der Anlieger und die Unversehrtheit der Verkehrsteilnehmer,
wird nun die neue A 1 – Strecke mit der Aufhebung jeglicher Tempolimits frei gegeben. Ähnlich wie
bei den Abschlüssen der ÖPP gilt auch hier nur der schnelle politische Erfolg (hier vor den
Niedersachsenwahlen am 20.1. 2013). Das ist verantwortungslos! –

Die Berechnungen für die Prognosen zum Lärmschutz waren u. a. nach der BImSchG auf Basis der
zulässigen Höchstgeschwindigkeit festzulegen. Die lag damals bei 120 km/h. Wenn man nun davon
abweicht, müssen wir uns auch in diesem Fall betrogen fühlen. Denn bekanntlich hängt die
Lärmbelastung u. a. auch sehr wesentlich von der Geschwindigkeit der Fahrzeuge ab.
Warum wohl werden auf Hauptverkehrswegen die Geschwindigkeiten zu Nachtruhezeiten abgesenkt? -

Ähnlich wie auf der A2 werden demnächst womöglich auch hier weiße Kreuze aufgestellt werden
müssen, dazu der Leserbrief von Heiko Oetjen vom 10.10.2012 im Achimer Kreisblatt.

Die A1 war während der Bauphase eine Horrorautobahn und wird es wohl auch durch
die Geschwindigkeitsfreigabe fernerhin bleiben.

IV.   Jetziges Geräuschempfinden der Autofahrer und Anlieger

Kommt man mit dem Pkw auf die OPA-Strecke, so hat  man zunächst ein anderes
Lärmempfinden. Das Geräusch in hohen Frequenzen ist weg. Das ist angenehm. Aber nun hört
man verstärkt die tieferen Töne des Motors. So geht es auch den Anliegern direkt an der A 1
und in den Siedlungen im Bereich der Lücken. Fast einhellig wird von den Betroffenen berichtet,
dass es nach der Aufhebung des Tempolimits lauter als vorher geworden ist. Man höre nun
mehr als zuvor durchdringender die tieferen Frequenzen, insbesondere die der Lkw.
Das gilt in erster Linie bei Süd- West- und Ostwinden, die hier fast zu 80% vorkommen. 
Dazu entstehen für verschiedene Anlieger durch die Lücken im Lärmschutz Knall- oder
Türspalteffekte, die sich auch bis in die Dorfmitte in Bassen auswirken.

Die BI “Aktiver Lärmschutz Bassen“ sieht sich in ihrer kritischen Arbeit bestätigt und leider
verpflichtet, auch weiterhin für mehr Lebensqualität zu kämpfen.Dazu gehören u. a. Messungen
(nicht Berechnungen!) zur tatsächlichen Lärmbelastung. Wobei nach den
EU-Lärmschutzrichtlinien der Lärm kumulativ berechnet wird. Zugehörig sind die Lärmbelastungen
durch die A 1, die L 168 und den Flugverkehr.

Die Sprecher der BI:
Prof. Dr. Dipl. Ing. Uwe Bracht      Manfred Schimpff      Dipl. Ing., Dipl. Ing. Udo Tennigkeit

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EU-Lärmschutzrichtlinie jetzt auch in Verden

Nun hat auch Verden einen Aktionsplan gemäß der EU-Lärmschutzrichtlinie mit der vorgeschriebenen Bürgerbeteiligung in Arbeit. Hier finden Sie weitere Informationen.
Die Stadt Achim hat bekanntlich den Plan fertig und ihn für jeden Bürger einsehbar ins Internet eingestellt.Wir von der BI fragen uns, warum ist es in Oyten bisher nicht möglich diese Arbeit wenigstens zu beginnen? Seit mehr als 3 Jahren drängen wir darauf. Vor 3 Jahren hatte Vorsitzender der SPD Oyten Heiko Oetjen öffentlich die Verwaltung  zur Durchführung aufgefordert.

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Frontal 21 hat am  21.06.2011 im ZDF berichtet.

Bitte lest/lesen Sie unbedingt das Gutachten des Bundesrechnungshofes zum A - Modell, insbesondere dort den Teil zur Wirtschaftlichkeit des Projektes von 2.2.1 bis 2.6,  die Seiten 10 bis 32.
Die BI hatte in vielen Gesprächen mit den verantwortlichen Technikern und Politikern immer wieder die Wirtschaftlichkeits-berechnungen angezweifelt. Auf viele Fragen zur vorgesehen Privatisierung erhielten wir keine Antwort. Der damalige MdB Stünker (rechtspolitischer Sprecher der SPD) hatte uns in einem Telefonat beteuert,  als wir ihn um Auskunft fragten und um Einblick in die Verträge baten, "er habe, selbst als Abgeordneter, keinen Einblick in die Verträge". Wir fragten uns schon damals, wo denn dann die Kontrolle des Parlamentes bleibt, wenn bei derartig weitreichenden wirtschaftlichen Verträgen mit steuerlichen Konsequenzen (auf 30 Jahre!) der rechtspolitische Sprecher einer Regierungspartei der Einblick verwehrt wird."
Für die BI "Aktiver Lärmschutz Bassen"
Manfred Schimpff

Zur Thematik hier eine Aussage des Bundesverkehrsministeriums

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Wieder schwere Unfälle auf der  A1

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Lärmaktionsplan der Stadt Achim

Mit Amtsblatt VER Nr. 52/2010 vom 31.12.2010 wird die Aufstellung eines Lärmaktionsplanes
der Stadt Achim bekanntgegeben.

können Sie den Beschluss sowie den Lärmaktionsplan einsehen.

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In der Rotenburger Markt-Rundschau erschien zur Infoverantaltung vom 10.05.2010 folgender Artikel:
http://www.rotenburger-rundschau.de/redaktion/redaktion/data_anzeigen.php?dataid=78063

Am 10.05.2010 fand im Gasthaus Segelken eine Zusammenkunft der Vertreter der Oytener Ratsfraktionen, der Presse und den Vertretern der Bürgerinitiative statt. Es wurden noch einmal die Pannen beim Ausbau der A 1 besprochen.Die Präsentation zur Infoveranstaltung sehen Sie hier.
In unserer Präsentation verweisen wir auf folgende Berichte / Artikel

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Anmerkungen der Bürgerinitiative zum Zeitungsbericht von Herrn Alexander Klay, erschienen im Weser Kurier vom 08.04.2010

25.02.2010
Pfuschen und Vertuschen beim Ausbau der A 1
Betr. Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Miesner und Schönecke Anfang Februar 2010 im Niedersächsischen Landtag zu den Schäden der neu verlegten Ausbaustrecke der A 1 mit offen-porigem Asphalt
Die Erläuterung zu den Antworten der Landesregierung und eine ausführliche Stellungnahme der Bürgerinitiative lesen Sie hier.

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Was ist Flüsterasphalt? von Ranga Yogeshwar 
hier der ausführlichen Text zur ARD-Sendung "Wissen vor 8" vom 05.02.2010

Auch in der Rubrik "Tach auch" des Weser-Kuriers hat sich der offenporiger Asphalt "verewigt"
(ungekürzte Fassung)

TACH AUCH
Weserkurier vom 01.02.2010

OPA auf der Autobahn

Das Beste an Bremen ist die Autobahn nach Hamburg? Das können selbst die bö­sesten Zungen nicht mehr behaupten, seit­dem sich die A1 im vergangenen Jahr zur Dauerbaustelle entwickelt hat.

Inzwischen ist bekannt, dass die Bau­meister einiges dafür getan haben, damit die A1 diesen Ruf noch eine Weile behält. Nach nur zwei Monaten ist die neu ge­machte Fahrbahn zwischen Bassen und Oy-ten schon wieder aufgeplatzt. Nun wird nach den Ursachen gesucht.

Dass der neuen Autobahn keine lange Lebensdauer beschieden sein würde, hätte man eigentlich vorher wissen können. Denn das Material, das dort verwendet wurde, heißt „offenporiger Asphalt", in der
Baubranche kurz und knackig „OPA" genannt.
OPA! Und da ist keiner stutzig geworden?                                 BERND MEIER

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Bürgerinitiative “Aktiver Lärmschutz Bassen“  15.01.2010

Stellungnahme der BI „Aktiver Lärmschutz“ Bassen zu den Schäden der neuen Fahrbahnen mit offenporigem Asphalt Anfang Januar 2010 auf der A 1
Noch kann man nachbessern mit Lärmschutzwänden
Offenporiger Asphalt ein höchst problematischer Straßenbelag
Nach dem Teilausbau der Bauabschnitte 7 und 6 vor Oyten und Bassen mit  offenporigem Asphalt ist die Lobeshymne über die vorzüglichen Fahreigenschaften auf der Teststrecke gerade verklungen, da kommt nach nur zweimonatiger  Inbetrieb-nahme die Hiobsbotschaft: Löcher und Risse im neu verlegten offenporigen Asphalt zwingen zur Sperrung des Neubaus und damit zu kostspieligen Baumaßnahmen und zeitaufwändigen Umleitungen. Versprochen wurde uns im Planfeststellungs-verfahren und vor dem OVG Lüneburg mindestens 10 Jahre Lebensdauer.
Die BI hat immer wieder, auch öffentlich, auf die Problematik dieses Straßenbelages hingewiesen und dabei u. a. die miserablen Verhältnisse im Streckenabschnitt der A 2  (Lehrte – Helmstedt) mit offenporigem Asphalt benannt.  (hier nachzulesen)
Dort sind die Löcher und Risse in der Fahrbahn unschwer zu erkennen; immer wieder wurde hier (wie auf der A 1 nun erforderlich) ausgebessert und geflickt. Die Spuren sind deutlich und dauerhaft erkennbar. Nur:
Offenporiger Asphalt darf nicht punktuell ausgebessert werden, sondern immer nur ganzflächig über alle Fahrbahnen hinweg. Das ist nicht nur teuer sondern  behindert durch die Baumaßnahmen langfristig auch den Verkehrsfluss.
Jeder Laie wird verstehen, dass ein Drainagesystem hin zum Fahrbahnrand nicht durch Unterbrechungen zerstört werden darf. Ansonsten ist erstens an diesen Stellen die Wirkung zur Lärmminderung verloren und zweitens können sich durch Wasseransammlung in den Flickstellen gefährliche Rutschbahnen bilden. Für die Unfallgefahren gilt das insbesondere bei starken Regenfällen, aber auch durch Vereisungen im Winter. Sind vielleicht so die vielen Unfälle auf der von uns beobachteten Teilstrecke der A 2 zu erklären, auf Deutschlands Todesstrecke?
Die Probleme mit dem offenporigen Asphaltes sind bundesweit und auch im Ausland bekannt. Nicht umsonst wird fieberhaft nach technischen Verbesserungen gesucht.
Die Nachteile des offenporigen Asphaltes:

  • die Poren füllen sich mit Abrieb und anderen Staubpartikeln
  • die notwendigen Reinigungsverfahren sind nicht ausgereift bzw. unwirksam
  • es besteht (auch in dem Zusammenhang) Ungewissheit über die lärmtechnische Nutzungsdauer
  • es besteht Ungewissheit über geeignete Bindemittel für die wichtige Deckschicht
  • es besteht Ungewissheit über die Verformungsbeständigkeit
  • es besteht Ungewissheit über chemische Reaktionen bei Öl- und Chemieunfällen
  • es fehlen wissenschaftliche Untersuchungen über die Gründe zur Unfallhäufigkeit auf Autobahnstrecken mit offenporigen Asphalten (A 2 !)

In Brandenburg werden deshalb seit Oktober 2009 (!) auf einer Teststrecke der A 24, zwischen den Abfahrten Neurupin und Neurupin–Süd,  offenporige Asphalte mit verschiedenen Bindemitteln erprobt. Ziele der Erprobung sind:

  • Verhinderung von Schmutzanhaftung
  • Verbesserung der Entwässerungsfähigkeit
  • Erhöhung der Selbstreinigungskraft
  • Verstärkung der akustischen Wirkung

Allein diese aktuelle  offiziell von der BAST (Bundesanstalt für Straßenwesen) durchgeführte Versuchsanordnung zeigt, dass die Tauglichkeit des offenporigen Asphaltes keinesfalls als gesichert gelten kann. (Der Bericht ist im Internet nachzulesen unter www.Is.brandenburg.de

Eine wissenschaftliche Versuchsreihe der UNI Stuttgart läuft seit 2007 in Baden Württemberg ebenfalls im Auftrage der BAST, unter dem Motto: „Saubere Poren bleiben länger leise“. Hier werden u. a. verschiedene  Kunststoffe nach ihrer Schmutz abweisenden Oberfläche erprobt. (Nachzulesen unter www.uni-Stuttgart.de  Pressemitteilung Nr. 6/2007.

Interessant ist auch eine Teststrecke auf der A 61 bei Meckenheim. Hier werden ebenfalls verschiedene Asphalte mit unterschiedlichen Bitumenmischungen erprobt.

Dabei geht es im Wesentlichen um die 4 technisch noch nicht gelösten Bereiche:

  • Schmutzhaftung
  • Entwässerungsfähigkeit
  • Reinigungsfähigkeit
  • Dauer der lärmakkustischen Wirkung

(Bericht unter www.wdr.de/themen/verkehr/Straße02/strassenbauprojekte)

Für die BI und die betroffenen Anlieger stellen sich viele Fragen konkret zum Vorgang.

  • Wird hier schon am Anfang geflickt ? Dann wäre an diesen Stellen gleich nach Fertigstellung der Autobahn die akustische Wirkung reduziert.
  • Welche Schäden werden sich erst einstellen, wenn sich der Verkehr sechsspurig mit voller erlaubte Geschwindigkeit bewegt?
  • Wie werden sich auf diesem empfindlichen Belag Unfälle mit Öl und Chemikalien auswirken?
  • Wie sind die Feuerwehren informiert und vorbereitet?
  • Wie werden so verursachte Straßenschäden repariert?
  • Wie wird der Abschnitt mit offenporigem Asphalt in Zukunft gereinigt? Nach unseren Informationen gibt es noch keine spezielle Maschine in unserem Bauabschnitt für solche notwendigen Arbeiten.
  • Wie ist es im Winter? Streusalz in offene Poren? Und dann?

Wir  sind erschüttert darüber, dass bereits nach 2 Monaten das eingetroffenen ist, was wir von Beginn an vorausgesagt haben; wir erhalten eine „Horror-Autobahn A 1“ (Betitelung eines Artikels der Bildzeitung vom  08.01.2010), ähnlich wie auf der oben genannten Teilstrecke der A 2 mit offenporigem Asphalt.

Der Journalist Alexander Klay schreibt in seinem Kommentar im Weser Kurier vom 09.01.2010 auf Seite 2:

 „Wenn schon nach kaum zwei Monaten die Sicherheit auf der nagelneuen  Fahrbahn nicht mehr gewährleistet ist, wie mag sich das erst in den nächsten 30 Jahren auswirken, in denen die privaten Ausbauträger die 74 Kilometer lange Strecke im Auftrag des Staates verwalten?“

Deshalb fordern wir schnell ein Umdenken, denn der offenporige Asphalt ist nicht nur in seiner mangelnden und trügerischen Lärmschutzwirkung, sondern auch, wie man sieht, durch die baulichen Mängel und  durch zu schnellen Verschleiß untauglich.

Wir fordern, eine jetzt noch mögliche neue Konzeption für einen dauerhaften Lärmschutz ohne Berücksichtigung des offenporigen Asphaltes, vorzunehmen.

Es stellt sich aber auch die Frage der Zuständigkeit für die Qualitätssicherung beim Ausbau der A 1. Auf Anfrage des Chefredakteurs des Achimer Kreisblattes Brodt (Ausgabe vom 09.01.2010 „Schon Schäden an neuer A 1“) bei der Niedersächsischen Straßenbaubehörde in Verden) erklärt Behördenleiter Heiko Gerken. Er sei absolut nicht zuständig und verweist auf die Verträge des Staates mit dem Privatbetreiber. In allen Vorgesprächen zwischen Vertretern der Bürgerinitiative und den Behörden in Hannover und Verden, aber auch in der Anhörung und im Gerichtsverfahren beim OVG, wurde uns eine verantwortliche Qualitätssicherung beim Ausbau der A 1 und die spätere Überwachung zur akustischen Wirksamkeit des offenporigen Asphaltes durch die Niedersächsische Landesbehörde zugesagt.

Wir werden die Verantwortlichen, den Leiter des Niedersächsischen Straßenbauamtes in Verden und die Vertretung der Mobil 1 zu einer Bürgerversammlung einladen. Damit wir als Betroffene über die weiteren Schritte informiert werden.

Die Sprecher der BI:
Prof. Dr. Dipl. Ing. Uwe Bracht,
Manfred Schimpff,
Dipl. Ing., Dipl. Ing. Udo Tennigkeit
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Hier lesen Sie den Kommentar im Weser-Kurier vom 09.01.2010 in ungekürzter Fassung.

Weserkurier vom 09.01.2010
(Kommentar)

Zum Glück gibt es die alte Piste

Alexander Klay über die Probleme auf der Autobahn 1

Als hätte es nicht schon genug Diskussio­nen um den sechsspurigen Ausbau der A1 gegeben: Kaum wird es richtig kalt, bleiben nicht nur Züge stehen, sondern auch auf der Autobahn geht es nur im Schneckentempo voran. Mit 30 Stunden­kilometern schlich der Verkehr gestern bei Oyten über die viel befahrene Hansa­linie. Anders könne die Verkehrssicher­heit nicht mehr gewährleistet werden, be­tont die Straßenbau-Behörde.

Aber nicht, weil das Salz zum Streuen fehlte: Die jüngst fertiggestellte Fahr­bahndecke, sogenannter Flüsterasphalt, hatte eine Frostnacht nicht überstanden. Von Seiten des Bau-konsortiums um die Berger-Bifinger-Bunte-Gruppe hüllte man sich in Schweigen. Erst 36 Stunden, nachdem die zuständige Behörde eine Spur gesperrt hatte, trat die Arbeitsge­meinschaft mit einer kargen Pressemittei­lung an die Öffentlichkeit.

Wenn schon nach kaum zwei Monaten die Sicherheit auf der nagelneuen Fahr­bahn nicht mehr gewährleistet ist, wie mag sich das erst in den nächsten 30 Jah­ren auswirken, in denen die privaten Aus­bauträger die 74 Kilometer lange Strecke im Auftrag des Staates verwalten?

Dabei war im Vorfeld ausführlich über den Flüsterasphalt diskutiert worden. Fachkundige Bürger hatten eine Initia­tive gegründet, um den Planfeststellungs-beschluss anzufechten. Sie warnten vor der neuen Bautechnik, die längst nicht ausgereift sei. Statt des Flüsterasphalts forderten sie die herkömmliche Beton­bauweise - und eine Lärmschutzwand zum Wohle ihrer Ohren und Nerven. Auch vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg blitzten sie mit ihrer Klage ab.

Jetzt stellt sich die Frage: Ist wirklich nur ein kleiner Fahrbahn-Abschnitt be­troffen? Das Ausmaß wird sich an den kommenden Tagen offenbaren, wenn Fachleute die Fahrbahn unter die Lupe nehmen. Sollte es nicht nur bei Oyten zu gravierenden Mängeln gekommen sein, könnte eine völlige Neuplanung nötig werden. Das kostet Zeit und Geld.

Bis dahin muss die bis zu 30 Jahre alte vorhandene Strecke als Ausweichpiste dienen: Die bewährte Betonstraße hat schon viele Winter überstanden - zum Glück für die Autofahrer, die vorerst keine Vollsperrung erwartet. Und zum Leidwesen der Anwohner, die jetzt noch länger auf Lärmschutz warten müssen.

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26.10.2009
Neuartiger Straßenbelag schluckt den Lärm  Bericht  (Weser-Kurier vom 26.10.2009) zum "Flüsterasphalt"

Im Zusammenhang mit der Lärmvorsorge zum 6-stelligen Ausbau der A 1 finden zur Zeit für den Bauabschnitt 6 (Schwagerdorf, Lindheim, Bassen Ermittlungen zum Anspruch auf Erstattung passiver Lärmschutzmaßnahmen statt mehr

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15.09.2009

Stellungnahme der Bürgerinitiative “Aktiver Lärmschutz Bassen“
zum Nationalen Verkehrslärmschutzpaket II und dem gegenwärtige Ausbau der A 1

Lesen Sie hier die ausführliche Stellungnahme der BI

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04.06.2009

der ausführliche Text zum
Statement der Bürgerinitiative